Reittherapie Bielefeld

 

Reittherapie
Albat und Boberg GbR Bielefeld

 

therapeutisches Reiten Bielefeld

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Was behandeln wir?

Die Reittherapie ist aufgrund ihres nicht fordernden und sehr weichen Ansatzes für viele Einschränkungen, Entwicklungsverzögerungen oder auch Störungs- und Krankheitsbilder geeignet. Sie kann bei Menschen jeden Alters angewendet werden. Wir behandeln auch schon kleine Kinder ab 2 Jahren, da bei uns die Möglichkeit besteht 2 ausgebildete Reittherapeuten am Pferd / Klienten zu haben.

Wir gehen gemeinsam!

 

Annäherung an Pia

Das Führtraining eines Pferdes fördert nicht nur die Konzentration, sondern auch die Merkfähigkeit.
Spielerisch werden so schrittweise komplexe Aufgabenstellungen erfüllt  und gleichzeitig wird der Kontakt zum Pferd gefördert.

 

Die eigene Wahrnehmung und die Körpersprache dienen zur Kommunikation mit dem Pferd. Zwanglose Übungen gleichen Defizite aus und steigern das Selbstwertgefühl. Erfolg vermittelt in den meisten Fällen ein positives Grundgefühl.



Unsere Therapieangebote:

  1. Förderung der Wahrnehmung
  2. Förderung der Konzentration
  3. Hilfestellung beim Aufbau des Selbstwertgefühls
  4. Entspannungstraining bei chronischen Schmerz, Stress und Burn-Out
  5. Förderung bei Sprach- und Sprechstörungen
  6. Förderung der Motorik
  7. Hilfe/ Mitbehandlung bei der Verarbeitung bei Verlust, Trennung und Lebenskrisen
  8. Hilfe/ Mitbehandlung bei psychischen, psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen
  9. Therapiebegleitende Reittherapie - z.B. bei Logopädie, Ergotherapie, Frühförderung , Kieferorthopädie etc.

Herr St. und Pia


zu 1. Förderung der Wahrnehmung

Über die Wahrnehmung erleben wir unsere Umwelt, durch die Wahrnehmung können wir uns in ihr zurecht finden und mit ihr in Kontakt treten und sie verändern.
(Heidrun Becker, Kinder mit Wahrnehmungsstörungen 2007)

Für Menschen mit Wahrnehmungseinschränkungen sind es oft die für uns einfachen Dinge, die Sie beeinträchtigen. Meist ist das Spüren oder Tasten eingeschränkt, manchmal auch die ganze Motorik. Das bewegt werden oder sich selbst koordiniert zu bewegen, bereitet Menschen mit diesen Einschränkungen / Problemen unangenehme Gefühle oder gar Schwierigkeiten. Manche Menschen reagieren z.B. überempfindlich auf Berührungen, andere suchen sich sehr starke Reize der Berührung (taktile Reize) und können ihre Kraft nicht dosieren.

Pierre ist aufmerksam und zeigt Jumper den Weg



Auch die visuelle (sehen) oder auditive (hören) Wahrnehmung kann beeinträchtigt sein. Hierbei geht es meist nicht um das eigentliche Sehen und Hören, sondern darum wie das Gesehene und Gehörte verarbeitet wird. Bei dieser Einschränkung entgeht den Menschen ein Teil Ihres Erlebens.

Störungen der Wahrnehmung können entstehen, wenn:
- Sinnesorgane nicht richtig funktionieren
- die Bahnen, die die Reize zum Gehirn leiten (peripheres Nervensystem)  nicht entsprechend weiterleiten
- die Verarbeitung der Reize im Gehirn beeinträchtigt ist
( Pschyrembel 2002)

Hier einige Beispiele für Wahrnehmungsbeeinträchtigungen:
ADS/ADHS , ZAWV/AVWS, Wahrnehmungsverzögerungen, -störungen z.B. bei Frühchen, Autismus, Lernstörungen oder geistiger Behinderung etc.

In der Reittherapie kann über die Arbeit mit und auf dem Pferd die Aufmerksamkeit ( hören, sehen ,fühlen) zielgerichtet werden. Weiterhin begünstigen die Bewegungen des Pferdes die Eigen- und Fremdwahrnehmung und schulen zusammen mit den Übungen auf dem Pferd Motorik und Balance.

Maren auf Luna

Wahrnehmung erfolgt
sowohl auf dem Pferd (Getragen werden, Spüren
der Bewegung, der Wärme,
der Kraft), als auch am Pferd (riechen, streicheln, putzen).

Fühlen, Riechen und Wahrnehmen ermöglicht im Umgang mit dem Pferd Verstehen und Vertrauen


zu 2. Förderung der Konzentration

Manche Menschen haben Schwierigkeiten sich zu konzentrieren. Ursächlich kann dies an einer Wahrnehmungsschwäche, an den Hirnfunktionen ( z.B. nach Schlaganfall) oder einfach auch "nur" an Überforderung/ Stress liegen.

In der Reittherapie versuchen wir auch hier die Konzentration über das Medium Pferd Ziel zu richten, außerdem gibt es unterschiedliche Übungen mit und auf dem Pferd, die besonders die Konzentration schulen und nebenbei Spass machen. Auch das Abschalten und Entspannen kann mit Hilfe des Pferdes trainiert werden. Einige Krankheitsbilder, die eine verminderte Konzentration ausweisen können sind: ZAVW/AVWS, Lernschwächen, LRS, Schlaganfall, Hirnschädigungen, Burn-Out, Stress, Lebenskrisen etc.

Der Begriff Konzentrationsstörung bezeichnet eine Schwäche oder Beeinträchtigung der Fähigkeit, seine Konzentration z. B. auf eine Tätigkeit gerichtet zu halten.

Dieser Begriff wird in der Medizin, Pädagogik und im psychotherapeutischen und psychiatrischen Gebiet als Symptombeschreibung verwendet. Ab welchem Ausmass der Beschwerden von einer Konzentrationsstörung (im pathologischen Sinne) gesprochen werden muss, ist nicht näher definiert. Konzentrationsstörungen können organische, psychosomatische oder neurologische Ursachen haben und sind in unterschiedlicher Stärke zu beobachten.
(aus wikipedia)

Konzentrationsschwäche: Ursachen
(Stand: 30. April 2008)

Freude am Tun schult die Aufmerksamkeit und Konzentration Freude am Tun schult die Aufmerksamkeit und Konzentration


Eine vorübergehende Konzentrationsstörung kann verschiedene Ursachen haben:

  • Unter- oder Überforderung im Beruf oder Privatleben
  • Stress und Burnout-Syndrom
  • Schlafmangel
  • Alkohol-, Kaffee-, Nikotin- oder Drogenkonsum
  • Mangelnde Bewegung
  • Unausgewogene Ernährung (Vitamin- und Mineralstoffmangel, Zuckerüberschuss)
  • Allergie
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Nachwirkungen einer Chemotherapie

Bei Kindern ist häufig langes Fernsehen oder Computerspielen die Ursache für Konzentrationsstörungen. Ausserdem können Konzentrationsstörungen verschiedene organische, psychosomatische oder neurologische Ursachen haben und treten oft als Symptom einer anderen Grunderkrankung, wie beispielsweise Depression, Magersucht und Schilddrüsenüberfunktion, auf. Bei Frauen kommen Konzentrationsstörungen häufig während der Wechseljahre vor. Vor allem bei Älteren Betroffenen kann eine Konzentrationsstörung Folge einer Störung der Gehirndurchblutung sein, die aufgrund einer Arteriosklerose der Blutgefässe im Gehirn entsteht. Häufig tritt die Konzentrationsstörung als Symptom einer Demenz oder Alzheimererkrankung auf.

Ursache für eine andauernd bestehende Konzentrationsschwäche können genetische oder früh erworbene Schäden sein. Bei Kindern ist eine permanente Konzentrationsschwäche häufig Symptom von ADHS oder Legasthenie.
(aus onmeda.de)


Kontaktaufnahme Auch eine Art der Kontaktaufnahme ;-)


zu 3. Hilfestellung beim Aufbau des Selbstwertgefühls

Die Ursachen eines verminderten Selbstwertgefühls sind vielfältig und genau so vielfältig kann es sich auch für den Einzelnen darstellen. Zum Beispiel persönlicher Rückzug oder für andere scheinbar unangemessenes Verhalten  Aggression, Essstörungen oder sogar anderes (als bewusste oder auch unbewusste Suche nach Aufmerksamkeit).

So gibt es auch mehrere Möglichkeiten wie sich ein vermindertes Selbstwertgefühl darstellen kann. Manche Menschen ziehen sich in sich selbst zurück, andere versuchen mit oft unangemessenem Verhalten (z.B. Aggressivität, Essstörungen,  etc.) Aufmerksamkeit zu bekommen. 

In der Reittherapie versuchen wir das Selbstwertgefühl mit Hilfe des Pferdes zu stärken. Indem der Patient lernt bedingt Verantwortung für das Tier zu übernehmen, soll auch die Eigenverantwortung und Selbstwahrnehmung geschult werden. Weiterhin erfährt der Klient, dass das Tier ihm erst einmal bedingungslos gegenübertritt. Pferde haben keine Vorurteile, egal welche Einschränkung das Gegenüber mitbringt. Sie reagieren aber sehr fein auf das Gegenüber und treten non-verbal ( ohne Worte) mit dem Menschen in Interaktion. Wobei kann ein vermindertes Selbstwertgefühl auftreten: Wahrnehmunsstörungen, Trennung/ Verlust, Ängste, LRS, Lernstörungen, Essstörungen etc.

Unter Selbstwert (auch: Eigenwert, Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Selbstachtung, Selbstkonzept) versteht die Psychologie den Eindruck oder die Bewertung, die man von sich selbst hat. Das kann sich auf den Charakter und die Fähigkeiten des Individuums, die Erinnerungen an die Vergangenheit und das Ich - Empfinden oder auf das Selbstempfinden beziehen. Äussere Faktoren können das Selbstvertrauen prägen, wenn bei bestimmten Anforderungen hinreichend objektive Gründe gegeben sind, wie zum Beispiel Methodenkompetenz, ausreichende Kenntnisse oder Erfahrungen, wiederholte Tätigkeiten in ähnlichen Situationen oder ähnliches. Selbstwert ist darüber hinaus auch eine politisch - moralische Kategorie, die beispielsweise die Gewissheit begründet, in einer bestimmten Situation “im Recht” zu sein, bzw. ein zustehendes Recht wahrzunehmen, einzufordern oder zu erstreiten.
(aus wikipedia)

 

 

 

Aynisa und Pippi-Lotta
Gespräch mit dem Pferd

Wahrnehmen und Erleben

Gespräch mit dem Pferd


zu 4. Entspannungstraining bei chronischen Schmerz, Stress und Burn-Out

Ständig andauernde Schmerzen, aber auch Überforderung und Stress können zu Daueranspannung von Körper und Geist führen. So kann ein "Teufelskreis" entstehen, aus dem die betroffene Person nur sehr schlecht ausbrechen kann. Mit der Reittherapie versuchen wir diesen Kreislauf über Entspannung zu unterbrechen. Mit und auf dem Pferd werden Übungen zum Entspannen , aber auch zur Wahrnehmung von Anspannung angeboten. Über die Übungen soll der Klient die Möglichkeit erhalten, Anspannung auch im Alltag besser wahrzunehmen und dann mit Entspannungshilfen und -techniken darauf reagieren zu können. Mögliche Einschränkungen bei Entspannungsproblemen können sein: Überforderung, Burn-Out, andauende Schmerzen, Lebenskrisen, Zwangsgedanken -verhalten etc.

Entspannung
steht für

  • eine Entlastung der Muskulatur, siehe Tonus
  • eine Methode zur Verminderung der körperlichen und seelischen Anspannung und Abbau von Stress, siehe Entspannungstechnik

(aus wikipedia)

zu 5. Förderung bei Sprach- und Sprechstörungen
 

"Denn die Sprache ist die Kleidung unserer Gedanken"
Samuel Johnson/ Leitspruchkalender

Die menschliche Sprache ist sehr komplex und dadurch auch störanfällig. Das Sprachzentrum befindet sich bei den meisten Menschen in der linken Gehirnhälfte. Störungen können sich vor oder nach Abschluss der Sprachentwicklung zeigen. Sprache findet nicht nur über das gesprochene Wort statt, sondern auch Mimik, Gesten, Körpersprache oder Gebärden gehören dazu. Grundlage des gesprochenen Wortes ist die Lautbildung (Feinmotorik). Aber auch das Hören (Wahrnehmung), die Aufmerksamkeit, das Modell anderer Menschen und das Erleben sind wichtige Faktoren. In der Regel geht man bei Sprech- und Sprachstörungen von Ursachenbündeln aus. Viele Kinder und Erwachsene erhalten aus diesem Grunde logopädische Therapie. Auch für Menschen, die als "therapiemüde" oder "austherapiert" beschrieben wurden, kann das therapeutische Reiten neue Impulse bieten. Durch den handlungsorientierten Therapieansatz kann der Betroffene Sprache aktiv erleben.


Chiara hat Pias Mähne mit Bändern eingeflochten Pia hört auf Linus


Bei Kindern treten Sprechstörungen häufig in Form von Lautauslassungen oder -ersetzungen auf. Es kann auch sein, dass ein Laut noch nicht klar gebildet werden kann ( z.B.Lispeln).Hieran ist oft eine Störung des Gleichgewichts zwischen den Muskeln der Lippen und der Zunge beteiligt. Vielleicht ist auch eine noch nicht ausgereifte Motorik zu erkennen. Gegebenenfalls befindet sich der Betroffene auch schon in kieferorthopädischer Behandlung, da es zu Zahnfehlstellungen gekommen ist.

Es gibt aber auch Besonderheiten im Redefluss (Stottern, Poltern) oder Probleme in der Planung für sprechmotorische Abläufe (verbale Entwicklungsdyspraxie / Apraxie). Andere Menschen ziehen sich aus der Kommunikation auf einzelnen oder mehreren Ebenen zurück (Mutimus) und können alleine keinen Weg aus dieser Situation finden.

Auch gibt es Kinder die grosse Unsicherheiten im Sprachverstehen und dem eigenen Wortschatz haben (Sprachstörungen). Für sie könnte die Kopplung Erlebnis Pferd, Bewegung und Sprache einen neuen Zugang bieten.

Menschen nach einem erlittenen Schlaganfall haben eventuell grosse Probleme mit der Satzbetonung, der deutlichen Aussprache oder mit der Koordination von Stimme und Atmung (Dysarthrie). Möglicherweise finden sie nicht mehr die richtigen Worte (Aphasie). Auch die Stimme gehört in diesen Bereich. Die Stimme ist das Mittel mit dem wir unsere Sprache transportieren und sie ist ein sehr empfindsamer Spiegel unsere körperlichen und seelischen (An-)Spannung. "Ich bin nicht in Stimmung - ich bin verstimmt! - Was stimmt denn nicht?"

Die Reittherapie ist eine tiergestützte Therapieform. Sie kann in Zusammenarbeit mit der Logopädie oder als Ergänzung zusätzliche Möglichkeiten anbieten. Hier bieten wir eine intensive Zusammenarbeit an. Beim therapeutischen Reiten wollen wir die Motorik und Wahrnehmung fördern. Wir wollen einen entspannten Umgang mit Kommunikation anbieten, Leitungsdruck reduzieren. Durch aktives Tun soll Sprache auch aktiv erlebt werden. Durch die Körpermitte überkreuzende Bewegungen soll die linke Hirnhälfte aktiviert werden. Die Vernetzung beider Hirnhälften soll positiv unterstützt werden. Bei Dyspraxien und Stottern / Poltern gibt der Rhythmus der Bewegung des Pferdes ein Sprechmuster vor, dieser Rhythmus soll es dem Klienten erleichtern seine Sprache / sein Sprechen zu strukturieren. Weiterhin kann der Schrittrhythmus Einfluss auf den Atemrhythmus der Klienten und die Sprechgeschwindigkeit haben.

Begleitend können im Umgang mit dem Pferd alternative Kommunikationsformen erprobt werden. Sprechen mit Worten darf auch mal in den Hintergrund treten. Die Freude an der Kommunikation mit dem Tier ermöglicht ein neues Erleben des eigenen Könnens. Sprache braucht intensive Erfahrungen! Über schöne Erlebnisse möchte ich mich mitteilen, erzählen. Oft kann auch das Finden des richtigen Wortes im Handlungszusammenhang leichter fallen.

In der Reittherapie haben auch Menschen mit Stimmproblemen (Dysphonie) durch zB. Entspannungstraining und den wiegenden Schritt des Tieres die Möglichkeit Stimme und Stimmung wieder in Einklang zu bringen.

Sprach- und Sprechstörungen treten häufig z.B. auf bei:
allgemeinen Entwicklungsverzögerungen/ -störungen, umschriebener Sprachstörungen / Sprechstörungen, Sensibilitätsstörungen, Stottern, Poltern, neurologischen Erkrankungen, AVWS, Schlaganfall, Hörstörungen, verbaler Entwicklungsdyspraxie, Dyspraxien, Wahrnehmungsstörungen, MS = Multiple Sklerose, Parkinson, Myofunktionelle Störungen

Stimmprobleme können auftreten z.B. bei:
Berufssprechern, Vielsprechern, Stimmbelastung, Stress, neurologischen Erkrankungen,
myofunktionellen Störungen

Freude Stolz Verantwortung

zu 6. Förderung der Motorik

Die Motorik kann auch als Funktionseinheit von Wahrnehmen, Sprechen, Erleben, Denken, Handeln und Fühlen beschrieben werden. So gross das Gebiet der Motorik - so unterschiedlich die Probleme, die durch Einschränkungen in diesem Bereich auftreten können.

Für Menschen mit motorischen Einschränkungen stellen sich im Alltag oft grosse Herausforderungen. Die Reaktionsfähigkeit kann verändert sein, Bewegungen können noch nicht oder nicht mehr ausgeführt werden. Sie fühlen sich oft “ungeschickt” oder steuern Bewegungen unsicher. Dadurch erleben die Betroffenen auch ihren Alltag eingeschränkt. Da die Motorik mit allen anderen Entwicklungsbereichen eng verbunden ist ( Motologie), wirkt sich dieses bei Kindern häufig auch im Bereich der Sprache, des Sprechens (feinmotorische Bewegungen), der Wahrnehmung oder der allgemeinen Entwicklung aus.

Bei rheumatischen Erkrankungen ist oft die Beweglichkeit stark eingeschränkt. Viele Rheumatiker sollen sich aber, gerade um die Beweglichkeit zu erhalten und chronische Schmerzen zu lindern, gezielt bewegen. Frau Boberg ist selbst Rheumatikerin und erfährt immer wieder, dass ihr die sanften Bewegungen auf dem Pferd sehr gut tun. Auch hier bietet die Reittherapie einen sehr weichen Ansatz. Zudem stärkt sie gerade bei Kindern und Jugendlichen das Selbstbewusstsein und vermittelt Freude am Tun.

Durch den Umgang mit dem Pferd, die Bewegungsbegleitung in Verbindung mit Wahrnehmungsschulung  können Kinder innerhalb der Reittherapie gezielt, aber auch “einfach nebenbei durch den Spass am Tun” ihre motorischen Fähigkeiten weiterentwickeln.

Svea mit Pia Linus mit Pia


Die weichen Bewegungsabläufe des Pferdes bieten viele Möglichkeiten zur gezielten und vorsichtigen Stimulation der Muskeln, weiterhin weiche Bewegungsmuster der Gelenke. Besonders Kinder profitieren zusätzlich dadurch, dass sie grosse Freude im Umgang mit dem Tier erfahren und die Tiere sie so annehmen wie sie sind.

Aber auch bei neurologischen Erkrankungen können sich diese Verkettungen zeigen. Menschen nach Hirnerkrankungen (Schlaganfall, Operationen, Tumore etc.) oder mit neurologischen Erkrankungen bieten wir in der Reittherapie gezielte Übungen zu z.B.  Gleichgewicht, Lösung von Steifheit, Lockerung von Spastiken an.
(Marianne Gäng, Reittherapie)

Auch Bewegungen, die die Körpermitte überkreuzen können eingesetzt werden. Oft gelingt dieses im Umgang mit dem Partner Pferd gelassener und entspannter. Nach Operationen, Verletzungen oder Erkrankungen kann die Motorik durch allgemeine Schwäche reduziert sein. In der Reittherapie wollen wir den Betroffnen gezielt und in seinem individuellen Tempo beim Aufbau von Muskulatur und Bewegung begleiten. Unterstützend kann in allen Bewegungen der Wechsel von An- und Entspannung, z.B. durch die Bewegungen mit dem Pferd, wirken. Durch die Bewegungen am, mit  und auf dem Pferd hat der Klient die Möglichkeit, seine Motorik mit allen anderen Bereichen Wahrnehmung, Erleben (Motologie) etc. zu verknüpfen und die Entwicklung positiv zu unterstützen.

Kinder, die zu früh auf die Welt gekommen sind (Frühchen), haben weniger Zeit im Mutterleib gelebt. Das getragen werden in der flüssigkeitsgefüllten Gebärmutter und das Spüren der Bewegung sind wichtige Grundlagen für die Hirnreifung. Diese ersten Sinneseindrücke haben Frühchen nur zum Teil erfahren. In der Reittherapie bietet sich bei uns bereits für Kinder ab 2 Jahren (wir arbeiten dann mit 2 Therapeuten) die Möglichkeit, diese Erfahrungen über die wiegenden Bewegungen des Pferdes nachzuholen. so kann auch schon sehr früh die Entwicklung positiv begleitet werden.
 

Lilli reitet stolz auf kleiner Mann Linus versorgt die Pferde mit Heu.

Das kann ich schon!

Linus versorgt die Pferde mit Heu.


Wann können Störungen der Motorik auftreten?
Zum Beispiel: Schlaganfall, körperlicher Behinderung, Hirntumore, Operationen, Verspannungen, Spastiken, Wahrnehmungsstörungen, Entwicklungsstörungen, Frühchen, Bewegungsplanungsstörungen, (Dyspraxien), Bewegungsarmut, Angst, Autismus, ADS/ADHS, Multiple Sklerose, Parkinson.

Motorik ist die Fähigkeit des Körpers eines Menschen, Tieres oder deren Organe, sich zu bewegen. Mit dem Begriff Motorik wird auch das Bewegungsverhalten untersucht. Die Wissenschaft, die sich mit der Motorik befasst, wird Motologie genannt.

Die Gesamtheit der vom Zentralnervensystem kontrollierten bewussten Bewegungen des Körpers wird als Willkürmotorik bezeichnet. Im Gegensatz stehen einerseits unwillkürliche Reflexe des Körpers, physiologische Mitbewegungen wie die Pendelbewegungen der Arme beim Gehen und andererseits die Mimik, die im Wesentlichen auf der Tätigkeit der mimischen Muskulatur beruht und zum grössten Teil unbewusst gesteuert wird.

Es wird unterschieden zwischen Grobmotorik (z. B. Reaktionsschnelligkeit und allgemeines Reaktionsvermögen, sowie allgemeine Körper- und Gliederstärke und Bewegungskoordination) und Feinmotorik (z. B. Mimik, Fingergeschicklichkeit). Eine weitere Einteilung basiert auf der Art der Bewegung:

Ausserdem kann man zwischen Psychomotorik und Sensomotorik unterscheiden. Zur Statomotorik zählen Halte- und Stützreflexe mit Blick auf die Körperhaltung.

Weitere Unterscheidungsbereiche sind Gestik (Körperbewegungen) und Pantomimik (Körperhaltung). Unter Taxis versteht man unter anderem die Axialorientierung von Kopf und Rumpf sowie Blick- und Körperkontakt (Taktilkontakt), z. B. Schulterklopfen oder Händeschütteln.
(aus wikipedia)

Jessi im Gespräch :-) mit Pippi-Lotta


zu 7. Hilfe/ Mitbehandlung bei der Verarbeitung bei Verlust, Trennung und Lebenskrise

Wir alle kennen Situationen in denen wir aufgrund unserer aktuellen Lebenssituation überfordert sind. Manche Menschen schaffen es erstaunlicherweise ganz aus sich heraus oder mit Hilfe von Freunden schlimme Phasen zu meistern. Aber nicht alle können Ihre Kräfte derart mobilisieren oder befinden sich in einem Umfeld das derart stützen kann. Daher benötigen wir alle manchmal professionelle Hilfe bei der Verarbeitung von Schicksalsschlägen. Die Reittherapie kann eine Form der Hilfe / Mitbehandlung sein. Mit und auf dem Pferd werden Lebensgeister neu geweckt.

Das Pferd vermittelt uns Kraft, aber auch Ruhe.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Freude, die bei der Arbeit mit dem Pferd neu erlebt und empfunden werden kann. Mögliche behandlungsbedürftige Störungen können sein: Essstörungen , Bewältigung von Lebenssituationen nach Trennung / Verlust,  Bewältigung von Krankheiten, Lebenskrisen etc.

Der Ausdruck Verlust bezeichnet das „Verlorengehen“ von Energie, etwas materiellem wie Eigentum, oder einer nahestehenden Person. Das Verb verlieren bezeichnet dabei auch das Gegenteil des Sieges.
(aus wikipedia)

Svetti sucht die besten Kräuterstellen

zu 8. Hilfe/ Mitbehandlung bei psychischen, psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen

Eine reittherapeutische Mitbehandlung kann bei vielen psychischen und psychiatrischen Beeinträchtigungen sinnvoll sein. Die Erklärung, warum hier der Umgang mit dem Pferd begleitend zur z.B. Psychotherapie etc. sinnvoll sein kann, ist ähnlich dem Ansatz bei Punkt 7 (siehe Hilfe und Mitbehandlung bei Verlust,Trennung und Lebenskrisen). Bei psychosomatischen Erkrankungen kann die Reittherapie erfolgreich sein, weil der Klient sich wieder im positivem Sinne mit seinem Körper auseinandersetzen kann. Hier ist der Bereich Wohlbefinden beim Umgang mit dem Pferd und z.B. das Fühlen der Bewegung und Wärme auf dem Pferd, sicherlich ein wichtiger Aspekt zur Unterstützung von weiteren Therapien. Wir möchten dem Patienten Zeit geben um positive Körpererfahrungen zu erleben und zu sammeln. Beispiele für den oben beschriebenen Erkrankungsbereich sind z.B. Angststörungen, Zwangsstörungen, Essstörungen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, Krankheitsgefühl obgleich keine direkte körperliche Ursache erkennbar ist etc.

Der psychosomatische Ansatz trifft heute auf ein medizinisches System, das in vielen Bereichen noch dem Kausalitätsprinzip des kartesianischen Weltbilds folgt und einer Krankheit jeweils eine bestimmte Ursache zuzuordnen trachtet. Entsprechend wird der Begriff „psychosomatisch“ sowohl von Laien als auch von Vertretern der Medizin häufig nicht in seiner ursprünglichen Bedeutung verstanden, sondern mit „psychogen“ gleichgesetzt. Patienten, die an körperlichen Symptomen leiden, fühlen sich dann missverstanden und oft als „eingebildete Kranke“ oder Simulanten stigmatisiert. Oft dauert es lange, bis somatoforme Störungen als solche erkannt werden. Studien zeigten, dass manche Patienten über hundert ärztliche Kontakte hinter sich hatten, ehe sie erstmals an einen Psychotherapeuten überwiesen wurden. Dies liegt unter anderem daran, dass die Patienten selbst die psychische Komponente ihrer Beschwerden nicht akzeptieren wollen und können - auch weil die Art und Weise ihrer Beschwerden mitunter allein auf körperliche „Fehlfunktionen“ hinzuweisen scheinen. Vielen Ärzten fehlt allerdings auch die entsprechende Ausbildung oder Erfahrung, richtungsweisende Signale des Patienten richtig einzuordnen. Ein dritter Grund ist, dass im Zweifelsfall immer eine körperliche Abklärung der Beschwerden zu erfolgen hat.
(aus Wikipedia )

Psychische Erkrankungen wie Angst- und Panikstörungen, Zwangsstörungen, Essstörungen oder Depressionen treten in Deutschland immer häufiger auf.

Depressionen
Mehr als nur schlechte Stimmung:
Eine Depression ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die ärztlicher Hilfe bedarf. Typische Symptome einer depressiven Erkrankung sind gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit und eine Verminderung des Antriebs.

Angst- und Panikstörungen
Ängste und Panikattacken können die Lebensqualität nachhaltig beeinflussen.

Posttraumatische Belastungsstörung
Eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine verzögerte Reaktion auf ein traumatisches Erlebnis. Sie tritt häufig nach belastenden Ereignissen auf und kann die Lebensqualität erheblich einschränken.

Borderline
Instabilität von Beziehungen, Gefühlen und dem Selbstbild:
Die Borderline-Störung zählt zu den Persönlichkeitsstörungen. Im Zentrum der Erkrankung stehen Schwierigkeiten bei der Regulation von Gefühlen. Dies zeigt sich zum Beispiel in der Neigung zu selbstgefährdendem Verhalten oder starken Gefühlsausbrüchen.
 
Tic- und Tourettestörung
Unter einer Tic-Störung versteht man plötzliche schnelle Bewegungen oder Lautäusserungen des Körpers, die ohne willentlichen Einfluss ablaufen. Findet man bei einem Betroffenen mehrere motorische Tics zusammen mit einem vokalen Tic, so nennt man dies Tourette-Syndrom.
 
Chronisches Erschöpfungssyndrom
Das chronische Erschöpfungssyndrom (Chronic Fatigue Syndrom, CFS) zeichnet sich durch einen dauerhaften Erschöpfungszustand mit begleitendem Krankheitsgefühl aus, der länger als sechs Monate andauert.

Essstörungen
Magersucht:
Die Magersucht (Anorexia nervosa) ist eine krankhafte Essstörung, bei der ein starker Wille zum Gewichtsverlust und gleichzeitig eine grosse Angst vor einer Gewichtszunahme auftreten.
Ess-Brech-Sucht (Bulimie): Zwischen Essattacken und Erbrechen
Binge Eating Störung: Unkontrolliertes Essen

(Auszüge aus Onmeda)

zu 9. Therapiebegleitende Reittherapie - z.B. bei Logopädie, Ergotherapie, Frühförderung , Kieferorthopädie

Die Reittherapie ist eine meist sehr effektive Möglichkeit um laufende Therapien zu unterstützen. Da diese Therapieform fast immer einen positiven Effekt auf die Wahrnehmung, die Sprache oder auch das Körpergefühl / Motorik hat, können bestehende Therapien meist sehr gut ergänzt werden.

Nach Absprache mit den anderen Hilfeeinrichtungen / Ärzten / Therapeuten ( selbstverständlich nur nach Einwilligung des Klienten) ist eine gezielte und sehr spezielle Förderung "Hand in Hand" möglich. Therapiebegleitende Reittherapie ist z.B. sinnvoll bei: Ergotherapie, Frühförderung, Logopädie, Orthopädie, Kieferorthopädie ( z.B. bei Kreuzbiss), Psychotherapie, Physiotherapie, Entspannungstraining etc.

Hinweis:
1.
Bei vielen Einschränkungen oder Störungsbildern kann auch die alleinige Reittherapie gute Erfolge verzeichnen. Bei bestimmten Krankheitsbildern ist jedoch eine Mitbehandlung, durch andere Spezialisten für uns unerlässlich.
 

Rebecca und Rosalie

Spass mit Pferden!

Rebecca und Rosalie

Wir haben Spass mit Pferden!

2.
Reittherapie ist die "andere Therapieform" für therapiemüde Kinder oder Erwachsene. Die Arbeit mit dem Tier eröffnet häufig eine neue Erlebniswelt und unterscheidet sich meist deutlich von bisherigen Anforderungen und Vorgehensweisen. Es entsteht oft eine neue Motivation, über das Medium Pferd an sich selbst zu arbeiten!


Wir vertrauen uns!

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